Gestaltung eines interaktiven Ausstellungsraums im Burgturm-Museum der Kurfürstlichen Burg
Projektträger: Stadt Eltville
Fördersumme: 51.000 €
Förderung: Erstausstattung und Einrichtung
Erlebnisraum Eltville – mit allen Sinnen erfahren
Besuchermagnet in Eltville am Rhein ist die Kurfürstliche Burg, das Wahrzeichen aus dem 14. Jahrhundert. Besondere Bedeutung hat hier neben dem prachtvollen Rosengarten auch das Museum im Burgturm mit seinen fünf Stockwerken und unterschiedlichen Ausstellungsschwerpunkten. Die historische Sammlung im dritten OG war nicht mehr zeitgemäß und wurde deshalb im Jahr 2024 durch eine Pop-Up-Ausstellung mit Werken von Rheingauer Künstlerinnen und Künstlern vorübergehend ersetzt. In diesem Raum soll nun in einem Kooperationsprojekt des Burg- und Gutenbergvereins Eltville e.V. und der Stadt Eltville am Rhein der „Erlebnisraum Eltville“ gestaltet werden. Mit der Schaffung einer modernen, digitalen Installation in der Domherrenkammer soll eine Attraktivitätssteigerung beim Burgbesuch herbeigeführt werden. Eltville und seine Geschichte - aber auch der gesamte Rheingau -werden mittels neuer innovativer Techniken für alle Sinne erlebbar gemacht.
Auf ca. 45 m² soll eine interaktive Ausstellung entstehen – der Erlebnisraum Eltville. Dabei bleibt der prächtige Raum, der im Mittelalter den Mitgliedern des Mainzer Domkapitels als Schatzkammer und Tresor diente, mit seinem beeindruckenden Kreuzrippengewölbe im Bestand unangetastet. Gelingen wird dies durch ein Raum-in-Raum-Konzept. Vor der Außenwand wird zu diesem Zweck eine halbtransparente Stoffbahn gespannt. Durch eine Licht- und Kunstinstallation in der Raummitte, ein sogenanntes Centerpiece, wird der Raum in Szene gesetzt. Drei Themen stehen im Fokus der Ausstellung: die Rosenstadt, die Stadtgeschichte sowie der Sekt und der Wein - Letzteres als verbindendes Element zwischen den Rheingau-Kommunen. In drei optisch getrennten Bereichen werden die Inhalte auf verschiedene Art und Weise den Besuchenden nähergebracht. Es wird mittels einzelner Module zum Informieren und Mitmachen angeregt, wie z.B. durch Projektionen, Videos, Audio-Spots, Learning Games, Touchscreen-Monitore etc. Mit wechselnden Beleuchtungssequenzen wird dazu eine Stimmung im Raum erzeugt, die die Besuchenden emotional fesseln soll. Dazwischen laden Sitzmöbel immer wieder zum Innehalten ein, so kann die Atmosphäre des Raums genossen und die Inhalte der Ausstellung vertieft werden. Das Projekt wird flexibel konzipiert, so dass später zusätzliche (technische) Module installiert bzw. auch Inhalte weiterentwickelt werden können. In der Ausstellung sollen so viele Erlebnispunkte geschaffen werden, dass die Gäste auch bei wiederholten Besuchen immer wieder etwas Neues entdecken können. Wohlwissend, dass eine Ausstellung im dritten Obergeschoss nicht komplett barrierefrei sein kann, da der Besuch für gehbeeinträchtige Menschen nicht möglich ist (kein Aufzug vorhanden), werden dennoch visuelle, auditive und kognitive Aspekte berücksichtigt. Es werden in jedem inhaltlichen Bereich verschiedene Sinne angesprochen. So können alle Besuchenden nach ihren Möglichkeiten erleben und erfahren.
Projektstatus: bewilligt am 04.08.2026, in Umsetzung


